Erlebnis ist mehr als Ergebnis: Sozialsportlerinnen und Sozialsportler fahren zum Spielenachmittag mit Tischtennis in die Justizvollzugsanstalt nach Wolfenbüttel - an drei Tischtennis-Tischen wurde geschupft und geschmettert - informativer Besuch - "bei der vorbeugenden Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso bei älteren Menschen nicht gespart werden dar" - "Opfer dürfen nicht vergessen werden"

Harald Pilsl (von links), Dietmar-Gero Meyer, Michael Kühn und Manfred Wille
Harald Pilsl (von links), Dietmar-Gero Meyer, Michael Kühn und Manfred Wille

(23.11.2026) Sozial-Tischtennisspieler und ehrenamtlich Engagierte des CVJM Wolfsburg fuhren unter dem Motto „Tischtennis, Gesellschaftsspiele, Gespräche“ in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Wolfenbüttelel mit Unterstützung des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ im LandesSportBund (LSB) Niedersachsen und informierten sich über den Gefängnisalltag. Organisiert wurde der sozialsportliche Nachmittag von Oliver Grau und Dietmar-Gero Meyer von der JVA und Manfred Wille und Michael Kühn vom CVJM. Der stellvertretende JVA-Leiter Harald Pilsl ließ es sich nicht nehmen, selbst mit den Gästen Tischtennis zu spielen.

 

Bei der Begrüßung übergaben Michael Kühn und Manfred Wille an Isabel Olbrich, David Rott, Dietmar Gero Meyer und Oliver Grau eine Auszeichnung für die Mitarbeit beim JVA-Sporttag im September im Rahmen der europäischen Woche des Sports eine Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes. Und dann nutzten die Sozialsportlerinnen und Sozialsportler aus Westhagen die vielfältigen Angebote. An den Tischtennis-Tischen wurde geschupft und geschmettert. Aber auch Schach und Vier-Gewinnt wurde gespielt. Beim gemeinsamen Essen in den Pausen kamen die Gäste gut mit den Insassen über ihre Situation und über ihr Leben ins Gespräch. „Wir haben einen guten Einblick in das Leben in einer Justizvollzugsanstalt erhalten“, stellten die Besucherinnen und Besucher fest. Deshalb waren sie der Meinung, dass "bei der vorbeugenden Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso bei älteren Menschen nicht gespart werden darf - auch jetzt nicht bei jetzgen  Spardiskussionen in Wolfsburg.“ Und weiter: „Besonders Opfer dürfen nicht vergessen werden – manchmal leiden sie ein ganzes Leben!“

 

„Es ist nicht alltäglich, dass wir so regelmäßigen Kontakt mit einer Gruppe von draußen haben“, freuten sich Dietmar-Gero Meyer und Oliver Grau. Und Harald Pilsl ergänzte: „Es war eine interessante und informartive Veranstaltung für die Einsitzenden.“ David Rott von der Besuchergruppe zog ein positives Fazit: „Danke für die tolle Organisation - auch von Bediensteten im Hintergrund. Mir hat es sehr gut gefallen.“ Im nächsten Jahr fahren die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger zum Tischtennis und Volleyball in die Lessingstadt. Informationen bei Manfred Wille (Telefon 05361/62813).

 

Der CVJM hat eine Broschüre "40 Jahre Sport im Strafvollzug - 40 Jahre christlicher Sozialsport" herausgegeben. Ihr findet sie im Internet hier klicken und das Thema des Monats September 2018 auf dem Internetauftritt Westhagener Pausenliga handelte auch vom Sport im Strafvollzug hier klicken.